Betonrestaurierung des Düsseldorfer Schauspielhauses

Betonrestaurierung des Düsseldorfer Schauspielhauses

Betonrestaurierung der gesamten Innenräume inklusive Wänden, Säulen und Decken in Brettschalung.

Sanierung des Schauspielhauses in Düsseldorf, auch D´Haus genannt, Ende der 1960er Jahre nach Plänen des Architekten Bernhard Pfau errichtet.

Ort: Düsseldorf

Objekt: Schauspielhaus

Sanierung: unter der Leitung von ingenhoven architects


Bei der Neugestaltung des Düsseldorfer Schauspielhauses wurde Strotmann und Partner mit der Restaurierung der Betonflächen des sogenannten großen sowie des kleinen Hauses, als auch der des Restaurants beauftragt. Da es sich um Innenbereich handelte, lagen hier weniger aktive Schäden vor, sondern eher mechanisch entstandene Schäden. Das umfangreichste Problem bestand in einer Beschichtung aus einem unpassenden Material, welches die originale Betonoberfläche komplett verdeckte und auch abdichtete.



Deckenabschnitt mit gelblich, fleckigem Brettschalungsbeton
Nach Abnahme der alten Beschichtung kam eine fleckige, an Nikotin erinnernde Betonoberfläche zum Vorschein, welche die Beschichtung zumindest optisch etwas rechtfertigte. Gewünscht wurde eine helle Lasur, passend zu den an der Decke angebrachten „Vulkanen“, welche die Lebendigkeit des Betons widerspiegelte.

Deckenabschnitt mit gleichmäßig hellgrauem Brettschalungsbeton
Die neue Lasur wurde an die „Vulkane“ angepasst. Durch die leichte Transparenz behielt der Beton sein typisch changierendes Erscheinungsbild. Die mineralische Lasur, welche diffusionsoffen ist, beeinflusst den natürlichen Wasserhaushalt des Betons nicht.

Betonwandmit auffälligen Kittungen neben einer Treppe
Unter der alten Farbschicht, mit welcher der Brettschalungsbeton überzogen war, kamen nicht nur unansehnliche Flecken, sondern auch alte Kittungen zum Vorschein; wie unten rechts im Bild zu sehen.

Intakte, hellgraue Betonwand neben einer Treppe
Die helle Lasur lässt die Räume größer und freundliche wirken. Obwohl man den Untergrund noch leicht durchschimmern sieht, ist das Erscheinungsbild gepflegter und wirkt beruhigt.

Betonsäule mit zugespachteltem Kabelschlitz
Bereits nach Abschluss der Betonrestaurierung entstanden noch unvorhergesehene Eingriffe, welche eine erneute Überarbeitung nötig machten. Für Kabel, welche nicht anders verlegt werden konnten, musste ein Schlitz in die Säule gefräst werden. Dieses Bild zeigt den Zustand während der Maßnahme: Der Schlitz wurde bereits mit einem betonähnlichen Spachtel aufgefüllt.

Betonsäule ohne Mankos
Nach der Reprofilierung der Ergänzung wurde diese partiell retuschiert; ein Kabelschlitz lässt sich jetzt nicht mal mehr erahnen.

Große Aussparung in einer Decke mit umliegender Betonergänzung
Ein großer Eingriff in das Bauwerk war der Einbau zweier Aufzüge. Hierzu wurden in die Geschoßdecken Kernbohrungen gemacht. Diese wurden durch eine Betonbaufirma passgenau an das Aufzugsloch angegossen. Der ergänzte Beton wurde zwar wie die originale Decke in Brettschalung gegossen, allerdings erhob sich der neue Beton deutlich über das Niveau der eigentlichen Deckenfläche. Auch trafen sich die Linien der Schalungsbretter von Original und Ergänzung nicht.

Oberer Abschnitt eines Glasaufzuges mit sanierter Decke
Die gesamte professionell gegossene Betonplombe wurde in ihrer Oberfläche bis auf einige Millimeter unter das Niveau der Decke abgetragen. Die so entstandene Aussparung wurde mit einem betonähnlichen Feinspachtel ergänzt und die Brettschalung der Decke imitiert. Diese wurde genau an die Schalungsstruktur des originalen Betons angepasst und anschließend retuschiert.

Schauspielhaus -Düsseldorf- Innen-nach-der-Betonkosmetik
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